Studienreise in die Mitte Polens

1 Tag: Witam – herzlich willkommen! 


Die Busreisenden haben eine lang Fahrt von ca. 12 Stunden vor sich. Unterwegs können Sie sich aber schon auf die Reise einstimmen und die ersten Eindrücke von Polen sammeln. Im Bus stehen Ihnen dafür diverse Audio und Videodateien zur Verfügung. Kurz nach der Grenze heißt Sie die weltgrößte Christus- Figur in Polen willkommen. Sie werden vom Reiseleiter begleitet.

Die Flugreisenden werden am Flughafen von unserem Mitarbeiter begrüßt und ins Hotel begleitet. Am Nachmittag können Sie einen ersten geführten Spaziergang unternehmen.

2. Tag: Die Phönixstadt Warschau


Unter Kolumna Zygmunta (Sigismundkolumne) auf dem Plac Zamkowy (Schlossplatz) starten wir unseren Spaziergang durch die Warschauer Altstadt, die im 2. Weltkrieg völlig zerstört wurde. Heute ist sie das einzige UNESCO-Weltkulturerbe, das komplett wieder aufgebaut wurde. Zu Mittag essen wir in einem alten ehrwürdigen Hotel, das schon Könige und Staatsoberhäupter beherbergt hat. Nachmittags besuchen wir eine Siedlung aus der Nachkriegszeit, spazieren durch den Lazienki Park und besuchen eine Galerie in einer unterirdischen Zisterne. Abendessen findet auf der Terrasse eines Gourmets Restaurants mit Blick auf die Weichsel statt.

3. Tag: Feudalismus - Sozialismus – Kapitalismus


Heute wagen wir einen Streifzug durch die Geschichte Polens. Wir fahren mit öffentlichem Bus nach Wilanow. Dort besichtigen wir das vom König Jan Sobieski erbaute Palais und machen ein Picknick im königlichen Park. Ein Geheimtipp ist das polnische Plakatmuseum, hier finden Sie interessante und skurrile Mitbringsel.. Nachmittags machen wir einer Rundfahrt unter dem Motto „Vom irrealen Sozialismus bis zum Kapitalismus mit menschlichem Antlitz“. Wir schauen uns eine Plattenbausiedlung an und besichtigen eine ungewöhnlich Kunstgalerie, wir flanieren auf der Prachtprommenade des Stalinismus und mit einem Aperitif in der Hand betrachten wir Warschau von oben. Wir lassen den Tag im Konsumtempel Zlote Tarasy (Goldene Terrassen) ausklingen.

 4 .Tag: Entlang des Weichsels


Dieser Tag steht Ihnen zur Verfügung. Sie können aber gerne mit uns eine Schiffsfahrt oder eine Fahrradtour entlang des Weichselufers unternehmen. Abends können Sie einem klassischen Konzert im Zamek Krolewski (Königsschloß) lauschen.

 5. Tag: Jüdisches Leben


Vormittags wandern wir auf den Spuren von jüdischen Bewohnern der Stadt. Wir besuchen die Synagoge und den Ort, an dem Willi Brand vor den Opfern des Holocaust auf die Knien gefallen ist. Anschließend gibt es die Gelegenheit, zum Besuch des Museums des Warschauer Aufstands. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Abends entführen wir sie auf das andere Ufer der Weichsel nach Praga, wo sie in das Nachtleben im Künstlerviertel eintauchen können.

6. Tag: Lodz – eine beinahe Hauptstadt

Heute fahren wir nach Lodz. Nach dem Krieg hat man überlegt, ob man die Hauptstadt nicht nach Lodz verlegen sollte. Denn im Gegensatz zu Warschau ist in Lodz viel von der Vorkriegs-Bausubstanz erhalten geblieben. Vernichtend war dagegen der Mord an der Bevölkerung. Einen kleinen Eindruck davon kann man auf dem größten erhaltenen jüdischen Friedhof Polens bekommen. Nachmittags reisen wir ins 19. Jahrhundert, indem wir die alte Industrielandschaft durchwandern. Zum Schluss besuchen wir die Filmhochschule. Hier erlernten die berühmten polnischen Regisseure Polanski, Kieslowski und Wajda ihr Handwerk.

7. Tag: Helden und Martyrer


Sie haben Polen noch nicht verstanden. Heute gibt es dazu noch einmal die Gelegenheit. Wir zeigen Ihnen Interessantes und Skurriles. Wir wandern auf den Spuren von Papst Johannes Paul II und den von Geheimdienstleuten ermordeten Priester Jerzy Popieluszko. Der Nachmittag steht Ihnen für einen persönlichen Abschied zur Verfügung.

8. Tag: Czesc – Tschüss!


Die Busreisenden verlassen Warschau gegen 8 Uhr und fahren über Breslau Richtung München. Ankunft in München ca. 22 Uhr. Die Flugreisenden werden im Laufe des Vormittags zum Flughafen mit Bus gebracht und fliegen direkt nach München zurück.



 Zu Fuß, mit Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln


 Die Städte erkunden wir hauptsächlich zu Fuß, denn auf diese Weise lassen sie sich am intensivsten erleben. Bitte nehmen Sie daher bequeme Schuhe mit! Längere Strecken legen wir bevorzugt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück und zwar nicht nur wegen der Umwelt. In Tram, Bus oder Metro (Warschauer U-Bahn) lernen Sie am besten den Alltag der Bewohner kennen. In Warschau bekommen sie eine Wochenkarte, mit der Sie die Stadt auch auf eigene Faust erkunden können. Fahrrad fahren in Großstädten ist grundsätzlich (noch) nicht zu empfehlen, denn wegen der fehlenden Infrastruktur kann es gefährlich werden. Wir unterstützen aber die in Warschau entstehende Fahrradbewegung und laden Sie deshalb bei schönem Wetter zu einer Fahrradtour entlang des Weichselufers ein.